Jürgen Gückel

Jürgen Gückel

Jürgen Gückel ist Journalist. Er war fast vier Jahrzehnte als Redakteur und Korrespondent für die Zeitungen der Madsack-Gruppe, darunter Peiner Allgemeine, Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse, tätig und arbeitete zuletzt 23 Jahre lang als Polizei- und Gerichtsreporter des Göttinger Tageblattes.Für seine Arbeiten ist er vielfach ausgezeichnet worden. Er erhielt den Konrad-Adenauer-Lokaljournalisten-Preis für seine Serie über das Wirken der Justiz, den Regino-Preis für eine Serie über die Grundrechte. Er deckte den Transplantations-Skandal am Universitäts-Klinikum Göttingen auf und wurde dafür zusammen mit Kolleginnen der Süddeutschen Zeitung und der Taz mit dem Wächterpreis des Verbandes der Deutschen Zeitungsverleger geehrt. Viermal wurde ihm der Alexander-Journalistenpreis zugesprochen, unter anderem für eine Serie und ein Buch über das Grenzdurchgangslager Friedland. Und den August-Madsack-Preis erhielt er für seine Berichte in einem spektakulären Mordfall. Er lebt heute wieder in seiner alten Heimat am Rande jenes Dorfes, in dem ein NS-Massenmörder zum geachteten Dorfschullehrer werden konnte. Sein Buch „Klassenfoto mit Massenmörder“ ist nun auf dem Markt.


Aktuelle Lesungen

17.11.2019 | „Klassenfoto mit Massenmörder“ – Das Doppelleben des Artur Wilke, 17.30 Uhr, Torhaus am Stadtfriedhof, Göttingen

19.11.2019 | „Klassenfoto mit Massenmörder“ – Das Doppelleben des Artur Wilke, 19 Uhr, Holbornsches Haus, Rote Straße 34, Göttingen

15.01.2020 | Jürgen Gückel „Klassenfoto mit Massenmörder“, 19 Uhr, Hofbuchhandlung Vietor, Ständeplatz 17, KASSEL

20.01.2020 | Jürgen Gückel „Klassenfoto mit Massenmörder!“, 18 Uhr, Rathaus Lehre, im Rahmen der Ausstellung „Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus“, LEHRE

04.02.2020 | „Klassenfoto mit Massenmörder“ – Das Doppelleben des Artur Wilke, 17 Uhr, Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, Berlin

13.02.2020 | „Klassenfoto mit Massenmörder“ – Das Doppelleben des Artur Wilke, 20.15 Uhr, Hugendubel, Bahnhofstraße 14, Hannover



Buchveröffentlichung

„Klassenfoto mit Massenmörder“, Erscheinungsdatum: 16. September 2019, Vandenhoeck & Ruprecht Verlage, 295 Seiten, ca. 25 EUR

Wenn dich eine Szene aus der Kindheit ein Leben lang verfolgt, wird es irgendwann Zeit, sich der Frage zu stellen: Warum haben sie deinen Lehrer verhaftet?Mehr als ein halbes Jahrhundert hat der Autor dazu gebraucht. Viele Jahre der Nachforschungen in Archiven, Prozess- und Personalakten, unzählige Gespräche mit Mitschülern, Zeitzeugen und Historikern und das Studieren ungezählter Schriften über die Zeit des Nationalsozialismus waren nötig, bis ein umfassendes Bild des unglaublichen Lebens jenes Mannes am Rande des Einschulungsfotos dokumentiert war. Er war kein Lehrer, er war ein Massenmörder, ein Agent, Betrüger und Bigamist. Und man hat ihn eine ganze Generation Schüler unterrichten lassen, obwohlnicht wenige wussten oder ahnten, dass er nicht der ist, als der er sich ausgibt.Jürgen Gückel dokumentiert in diesem Buch nicht nur Leben und Leiden eines Verblendeten unter dem Rassenwahn der SS, sondern beschreibt auch die Geschichte einer hartnäckigen Recherche. Er gibt Opfern und Tätern des NS-Terrors ein Gesicht. Und er beschreibt drei überraschende Nebenerkenntnisse seiner Recherche: das Schweigen und Nichtwissenwollen eines ganzen Dorfes in der Zeit nach dem Nationalsozialismus, den zwiespältigen Umgang von Kirche und Politik mit den verurteilten NS-Kriegsverbrechern sowie die Zweifelhaftigkeit eigener und fremder Erinnerungen


Buch bestellen