Lesung „Brönners Begräbnis“ – Reinhard Sturm las in der Stadtbibliothek Hannover-Döhren

Dienstag, 25. Februar, 18:30 Uhr, in der Stadtbibliothek Hannover-Döhren, bei der Leiterin Helena Schwabauer und ihrem Team. Ich bin etwas angespannt – bei Lesungen weiß man nie, wieviele Leute kommen. Ich war hier schon vor genau einem Jahr mit meinem ersten Krimi „Reine Rache“. Damals saß ich vor 25 Personen, überwiegend Frauen, die viel Spaß hatten – ich auch. Wenn man auf positive Resonanz stößt, überträgt sich das natürlich – man wird als vorlesender und erzählender Autor immer lockerer und immer besser.

Die Frage ist nur: Wird sich das heute mit meinem neuen Krimi „Brönners Begräbnis“ wiederholen lassen?Antwort: Nein. Es wird sogar noch schöner. Das Stabi-Team hat wieder tolle Vorbereitung geleistet: 29 Krimifans haben sich versammelt. In der ersten Reihe kommt mir ein Mann bekannt vor. Ich erinnere mich und spreche ihn an: „Sie waren schon letztes Jahr dabei. Und Sie waren mal Feldjäger, wie mein Held Thomas Brönner.“ „Genau“, grinst er. „Ich bin Wiederholungstäter.“ Nicht nur er: Auf meine Frage, wer heute zum zweiten Mal hier ist, melden sich etwa 15 Leute. Das darf man wohl ein Heimspiel nennen. Ich weiß, ich komme bei den Leuten an, und entspanne mich. Auch diesmal herrscht vom ersten Moment an eine fröhliche Atmosphäre. Ich stelle meine Frau vor und sofort heißt es: „Genau, die hat Sie doch zum Krimischreiben gebracht.“ Ich lese das erste Kapitel von „Brönners Begräbnis“, unterbreche, frage: „Haben Sie gemerkt, dass da was nicht stimmt?“ – Kopfnicken.

„Seltsamer Flug“, sagt einer. Der Mann hat Recht: Seit wann fliegt man von Bremen nach Mallorca über Frankfurt? Großes Gelächter, als ich passend zum Text eine Bohrmaschine zücke. Ich bin regelrecht gerührt, als ich merke, dass viele meine Figuren noch im Kopf haben. Pause mit Knabberkram und Getränken, dann geht’s noch eine ganze Weile weiter. Abschließend werden Fragen gestellt. Einer versucht, die Handlung von „Brönners Begräbnis“ weiterzuentwickeln. Für mich die Gelegenheit, einzustreuen: „Wenn Sie das genau wissen wollen, sollten Sie das Buch lesen.“ Große Heiterkeit, als ich die Frage beantworte, wieso beide Romantitel eine Alliteration beinhalten. Inzwischen wissen die Leute, dass mein dritter Brönner-Krimi, an dem ich bereits schreibe (demnach überlebt er sein Begräbnis irgendwie…), im Harz spielt, und suchen spontan nach Alliterationen mit ‚Harz‘. Es war wohl die atmosphärisch schönste Lesung, die ich bisher hatte. Und man ist sich einig, dass ich mit dem nächsten Krimi wiederkommen soll. Mach ich doch glatt. Text: Reinhard Sturm, Fotos: Helena Schwabauer

Sein Buch gibt es überall im gut sortierten Buchhandel!

„Brönners Begräbnis“ – Reinhard Sturm, Erscheinungsdatum: 15 November 2019, ISBN: 978-3-95494-198-8, Verlag: Edition Falkenberg

Bremen im Herbst. Das Polizeiboot LESMONA fischt eine Wasserleiche aus der Lesum. Der Mann wurde vor seinem Tod gefoltert und in den Kopf geschossen. Er wird als Mirko Schubert, stellvertretender Leiter der Bremer BAMF-Außenstelle, identifiziert. Die Tat sieht nach dem Werk von Profikillern aus, aber niemand kann sich erklären, wer ein Interesse an Schuberts Tod haben könnte. Die Mordermittler um Hauptkommissar Bernhard Langer und Kommissarin Sandra Scholz folgen zunächst falschen Spuren. Unterdessen wird Privatdetektiv Thomas Brönner von einem alten Klienten, für den er nie wieder arbeiten wollte, dem er sich aber moralisch verpflichtet fühlt, um Personenschutz gebeten. Widerwillig, zumal der Klient nicht sagen will, von wem und warum er sich bedroht fühlt, nimmt er den Auftrag für drei Tage an. Brönner hat keine Ahnung, mit was für skrupellosen Gegnern er sich anlegt, und gerät in Teufels Küche. Zu allem Überfluss bringt er seine Partnerin Julia Conradi erneut in Gefahr …

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